Lexikon - Seitenschaden

Ein schwerer Seitenschaden. Ein schwieriger Fall bei der Instandsetzung? Mitnichten. Das hier gezeigte Beispiel soll ihnen zeigen, was der moderne Karosseriebau heutzutage zu leisten im Stande ist.

Ein Fahrzeug der Marke BMW der
dreier Baureihe mit Seitenschaden
Man sieht hier sehr schön die
starke Deformation
Mittels der Richtbank wir die
Fahrzeugseite zuerst rückverformt
Mit einer Seitenportallehre wird dann geprüft,
ob die Rückverformung ausreichend gewesen ist.
Die deformierten Blechteile werden nun
ausgetrennt. Die Schweißpunkte an den
Schweißflanschen werden aufgebohrt.
An den späteren Übergängen werden
die Bauteile mittels Pressluftsäge getrennt
Das endgültige Austrennen der Bauteile
mittels Karosseriemeißel
Das Ausgetrennte, deformierte Altteil
Das neue Bauteil im Anlieferungszustand
Das Fahrzeug mit Ausgetrenntem Bauteil. Man
sieht hier sehr gut die innen liegenden
Verstärkungen
Das neue Bauteil wird nun eingepasst und
zugesägt. Die Übergangsstellen sowie die
Schweißflansche wurden bereits blank
geschliffen. An ihnen wird das neue Bauteil
kraftschlüssig mit dem Fahrzeug verschweißt
Von der Heckseite her betrachtet
Nun werden die äußeren Anbauteile wie
Vorderkotflügel sowie Türen eingepasst.
Mit dem Klebeband wird der Kotflügel natürlich
nicht befestigt, es dient nur zur Erleichterung
der Einstellarbeiten
Mittels der Punktschweißzange wird nun an den
Schweißflanschen das neue Bauteil mit dem
Fahrzeug verschweißt
Das neue Bauteil ist nun vollständig mit dem
Fahrzeug verschweißt. An den drei groß-
flächigen Übergängen (erkennbar an den dunkeln
Zonen vorne, mittig und hinten) wurde das
Schutzgasschweißen, an den Schweiß-
flanschen das Punktschweißen angewendet.
Die Übergänge wurden nun verschliffen und sind
für die weitere Bearbeitung vorbereitet.
Mittels Schwemmzinn werden die
Übergänge geglättet.
Der „verzinnte“ Übergang vor der weiteren
Bearbeitung. Das Schwemmzinn hat im
Gegensatz zur Spachtelmasse den Vorteil der
stärkeren mechanischen Belastbarkeit. Des
Weiteren dehnt es sich bei Erwärmung in etwa
gleich stark aus wie das darunter liegende Metall,
was Rissen vorbeugt.
Das Schwemmzinn wird mit der Karosseriefeile
grob…
…. und mit der Schleifmaschine fein bearbeitet
und endgültig geglättet.
Das Fahrzeug bereit zur Übergabe an
den Lackierer.
Nochmals alle Bauteile zur endgültigen
Überprüfung der Maßhaltigkeit eingebaut.
Das Endergebnis: Noch nicht ganz montiert,
aber so, wie wenn nie etwas passiert wäre.

Auch dieses Beispiel verdeutlicht, was heutzutage im qualifizierten Karosseriebau möglich ist.

Mittels moderner Schweiß- und Richtgeräte sowie Arbeitstechniken ist nahezu jeder Schaden sach- und fachgerecht reparabel

Karl Stoll

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